Ich gehe gern mit Ideen ins neue Jahr. Ich plane, denke voraus, habe Lust, Dinge zu bewegen und Neues auszuprobieren. Und trotzdem kenne ich dieses Gefühl nur zu gut, dass im Kopf alles schon fertig ist, während im Alltag vieles liegen bleibt. Nicht aus fehlender Motivation, sondern weil die Gedanken manchmal größer werden als der nächste machbare Schritt.
Ideen sind bei mir oft wie kleine Blitze. Ein Gedanke führt zum nächsten, plötzlich entsteht ein ganzes Netz aus Möglichkeiten. In meinem Kopf entsteht ein Kreativgewitter – voller Energie und Lust am Denken, aber nicht immer klar strukturiert. Lange habe ich versucht, diese Geistesblitze erst zu ordnen und vollständig zu durchdenken, bevor ich ins Tun komme. Und genau dort bin ich oft hängen geblieben.
Aus dieser Erfahrung ist mein Motto für 2026 entstanden: Einfach machen – EINFACH machen. Nicht als Aufforderung, schneller oder mehr zu tun, sondern als Erinnerung an mich selbst. Weniger zerdenken, weniger vorbereiten, weniger perfektionieren und stattdessen den nächsten kleinen Schritt gehen. Nicht alles gleichzeitig und nicht alles sofort, sondern dort anfangen, wo ich gerade stehe.