Mein Jahresrückblick 2025 – Kreativität bricht sich Bahn

2025 begann mit vielen Ideen und Vorhaben. Ich hatte Pläne, wollte Dinge voranbringen und Neues ausprobieren. Nicht alles ist so aufgegangen, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber vieles hat sich entwickelt, manchmal in eine andere Richtung, als ursprünglich gedacht.

In diesem Jahresrückblick schaue ich auf die Themen zurück, die mich durch das Jahr begleitet haben: Kreativität, Fotografie, Reisen, Familie und die Frage, wie sichtbar ich sein möchte. Es ist ein persönlicher Rückblick auf ein Jahr mit Bewegung, Herausforderungen und leisen Veränderungen.

Meine Themen und Highlights in 2025

Alte Fähigkeiten und neue Lieblingsfarben

Früher, vor vielen Jahrzehnten, habe ich sehr viel gezeichnet. Als Kind und Jugendliche war der Zeichenblock immer in Reichweite. Zeichnen gehörte einfach dazu, ganz selbstverständlich. Dann kamen das Berufsleben und ein Kind und mit ihnen verschwand das Zeichnen langsam aus meinem Alltag. Irgendwann war es eingeschlafen. Höchstens setzte man sich noch gemeinsam mit dem Kind, später mit den Kindern, an den Tisch und versuchte, etwas aufs Papier zu bringen. Doch oft fehlten die Ideen und fast immer die Ruhe.

Vor drei Jahren habe ich es dann noch einmal versucht und mir bei Schnaud gleich drei Kurse gegönnt. Sie blieben jedoch lange unberührt, wie in einem Dornröschenschlaf. Anfang dieses Jahres stolperte ich dann eher zufällig über eine Werbung für ein Sketchnotes-Seminar. Das hat sofort Spaß gemacht und etwas in mir wieder geweckt.

Sketchnotes

Ich wollte tiefer einsteigen, merkte aber bald, dass mir das nicht reichte. Ich wollte nicht nur Symbole und Strichmännchen zeichnen, sondern wirklich malen und zeichnen.

Also schaute ich mich weiter um und blieb schließlich an einer Anzeige für einen Schnupperkurs bei Silke Bryant hängen. Urban Sketching klang spannend, und so buchte ich den Anfängerkurs. Silke hat eine wunderbare Art, ihr Wissen zu vermitteln – ermutigend, klar und mit viel Freude. Auch wenn ich mich noch als blutiger Anfänger fühlte, habe ich den Schritt in die Sketching-Familie gewagt.

Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen dieses Jahres. Nicht nur wegen des Zugangs zu vielen Online-Kursen, der monatlichen Sketchings mit Silke und der gelegentlichen Live-Sketchings, sondern vor allem wegen des Miteinanders. Diese Gemeinschaft trägt, motiviert und inspiriert – und sie hat mir das Gefühl gegeben, genau richtig zu sein, dort, wo ich gerade stehe.

Was ich mir nie hätte träumen lassen: Aquarell wurde plötzlich mein Lieblingsmedium. Früher war meist der Bleistift mein Begleiter, manchmal auch Tusche. Farbe dagegen blieb lange auf Abstand. Heute ist sie nicht mehr wegzudenken. Vielleicht brauchte es genau diesen Moment in meinem Leben, um Farben wirklich zuzulassen – mit all ihrer Unkontrollierbarkeit und Lebendigkeit.

Nebenbei habe ich noch den ein oder anderen Kurs gemacht und in verschiedene Bereiche hineingeschnuppert. Das Ergebnis ist, dass ich inzwischen fast täglich Stift und/oder Pinsel in der Hand habe. Es sind schon viele Bilder entstanden: Unser Kroatien-Urlaub lebt in einem komplett gefüllten Skizzenbuch weiter, der letzte Dänemark-Urlaub in einem Sketching-Tagebuch.

Urlaubs-Skizzen-Tagebuch

Für eine Freundin entstand ein Bild ihres Hauses als Geburtstagsgeschenk, ein weiteres Bild für eine andere Freundin ist noch in Arbeit.

Auch einen meiner Schnaud-Kurse habe ich endlich abgeschlossen – den Portrait-Zeichenkurs. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und gleich darauf folgte noch ein Portrait als nachträgliches Geburtstagsgeschenk für meine Schwester.

Aber mein größtes Projekt (im wahrsten Sinne des Wortes) war ein Wandbild für unseren Vorbau. Es sollte Strand sein, es sollte Meer sein, es sollte ein Stück Dänemark in unser Zuhause bringen.

Wandbild

Dieses Jahr wollte ich außerdem zum ersten Mal Weihnachtspost verschicken – natürlich selbst gemalt. Zweiunddreißig Weihnachtskarten sind es geworden, und jede einzelne hat mir und hoffentlich auch dem Empfänger Freude gemacht.

Weihnachtskarte

Es ist schön und vielleicht auch ein kleines Geschenk an mich selbst, dass Malen und Zeichnen wieder ein fester Bestandteil meines Lebens sind. Ich bin gespannt, wohin mich dieser Weg noch führen wird.

Meine Reise in der Fotografie geht weiter

Nachdem ich im vergangenen Jahr mit der Fotografie so richtig durchgestartet bin, ging es Ende Januar endlich in die nächste Runde. Die Masterclass bei der Lightacademy stand an, auf diesen Moment hatte ich das ganze Jahr hingefiebert. Es fühlte sich an wie ein nächster, bewusster Schritt auf meinem fotografischen Weg.

Masterclass – eine Reise zu mir selbst

Diese sechs Wochen waren intensiv und fordernd. Vor allem aber waren sie eine Reise zu mir selbst. Es ging darum, Erinnerungen zutage zu fördern, Emotionen sichtbar zu machen, Gefühle und Sinne in Bilder zu übersetzen. Eine der Aufgaben lautete zum Beispiel: Wie stellt man den Geschmack einer Orange dar, ohne die Orange zu fotografieren?
Das erforderte Umdenken und um die Ecke denken, Loslassen von Gewohntem und den Mut, neue Wege zu gehen.

Jede Woche gab es außerdem spannende Lektionen über große Namen der Fotografie wie Henri Cartier-Bresson oder Ansel Adams. In ihr Werk einzutauchen und die Welt für einen Moment durch ihre Augen zu sehen, war inspirierend – und auch herausfordernd. Es zeigte mir, wie vielfältig Fotografie sein kann und wie sehr sie von der eigenen Haltung abhängt.

Wie schon angedeutet: Diese Zeit verlangte viel. Man musste sich wirklich darauf einlassen, sich öffnen und auch aushalten, wenn es unbequem wurde. Doch genau das hat sich gelohnt. Es sind sehr persönliche Bilder entstanden, Bilder, die etwas von mir erzählen. Und trotz aller Intensität hatte ich dabei viel Freude. Hier eine kleine Auswahl meiner Bilder:

Und es ist noch nicht vorbei: Mit dem Abschluss der Masterclass bin ich nun Teil der „Masters of Light“, der Gemeinschaft der Masterclass-Absolventen der Lightacademy.

Streetfotografie – trau dich raus

Das letzte Juniwochenende stand ganz im Zeichen der Streetfotografie. Markus von der Lightacademy veranstaltete wieder einen seiner Workshops zu diesem Thema.

Am Freitagabend trafen wir uns via Zoom. Es gab viel Theorie: Welches Equipment passt, welche Einstellungen brauche ich, was möchte ich fotografieren – und vor allem: Wie stehe ich mir selbst im Weg? Auch rechtliche Aspekte spielten eine große Rolle, insbesondere beim Fotografieren von Menschen.

Am Samstag ging es dann in die Praxis. Mein Ziel war Erfurt. Mit der Kamera durch die Stadt zu ziehen, bewusster wahrzunehmen und den Mut zu haben, den Moment festzuhalten, war eine ganz eigene Erfahrung. Es war ein intensiver, erfüllender Tag mit vielen Bildern. Einen Teil davon kannst du dir hier ansehen.

Der Sonntag stand im Zeichen der Auswahl und Reflexion: Bilder sichten, sortieren, bearbeiten und schließlich eines für die gemeinsame Nachbesprechung auswählen. Dabei entstanden tolle Gespräche, ich durfte viele starke Arbeiten der anderen Teilnehmer sehen und bekam wertvolle Hinweise und Impulse von Markus.

Sommerausstellung der Lightacademy: Masters of Lights 2025

Vom 1. Juli bis 2. September fand die diesjährige digitale Sommer-Fotoausstellung der Lightacademy statt: Masters of Light 2025. Gezeigt wurden Werke von Masterclass-Absolventen – mutig, kreativ und voller Ausdruckskraft. Unterschiedlichste Bildsprachen kamen zusammen: besondere Lichtstimmungen, emotionale Portraits, leise Naturdetails und Momente, die man im Alltag leicht übersieht.

Für mich war diese Ausstellung etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal zeigte ich meine eigenen Arbeiten in einem solchen Rahmen. Meine Fotos nicht nur für mich zu machen, sondern sie öffentlich zu zeigen, erforderte Mut. Es bedeutete, einen Teil von mir sichtbar werden zu lassen – mit allem, was dazugehört.

Teil dieser Ausstellung zu sein, fühlte sich wie ein Innehalten an: ein Moment, um zurückzublicken und wahrzunehmen, wie weit ich in der Fotografie bereits gekommen bin. Gleichzeitig war es eine große Motivation, weiterzugehen, meinen eigenen Blick weiter zu schärfen und meiner Bildsprache mehr Raum zu geben.

Die drei Bilder, mit denen ich in der Sommerausstellung Masters of Light 2025 vertreten war, habe ich in einem eigenen Blogartikel zusammengefasst. Dort bekommen sie den Raum, den sie brauchen, um für sich zu sprechen.

***

Fotografie ist für mich in diesem Jahr zu einem Raum geworden, in dem ich mich ausprobieren, hinterfragen und ausdrücken durfte. Sie hat mich gelehrt, langsamer zu schauen, dem Unscheinbaren Bedeutung zu geben und meinem eigenen Blick zu vertrauen.

Was als technisches Lernen begann, wurde zu einem persönlichen Prozess. Und auch wenn dieser Weg noch lange nicht zu Ende ist, fühlt es sich gut an, ihn bewusst weiterzugehen – Schritt für Schritt, Bild für Bild.

Meer geht immer, egal ob Norden oder Süden

Unsere Urlaubsziele hatten in diesem Jahr eines gemeinsam: das Meer. Es spielte keine Rolle, ob es uns in den Norden oder in den Süden zog – die Nähe zum Wasser war der rote Faden unserer Reisen.

Wir haben unser Lieblingsurlaubsland Dänemark gleich zweimal besucht, einmal zum Jahreswechsel und noch einmal im Spätsommer. Zwischen diesen beiden Aufenthalten lag eine Reise nach Kroatien – anders, wärmer, farbiger und doch ebenfalls geprägt vom Meer. Jede dieser Reisen hatte ihren eigenen Charakter, ihre eigene Stimmung und ihren eigenen Platz in diesem Jahr.

Zwischen Dunkelheit und Meer – Jahresanfang in Løkken

Zwischen Dunkelheit und Meer begann für uns das neue Jahr in Dänemark. Eine bewusste Auszeit vom Trubel – ruhiger, als wir es uns vorgestellt hatten.

Der Jahreswechsel war still und zurückgezogen, auch deshalb, weil mein Mann krank war. Eine Grippe hatte ihn voll erwischt, mit Fieber und Schüttelfrost. Irgendwie hatten wir uns diesen Urlaub anders ausgemalt, doch die Ruhe war plötzlich nicht nur gewollt, sondern notwendig.

Am Abend des 1. Januar meldete meine App Polarlichter. Die Wetterbedingungen waren eigentlich nicht vielversprechend, trotzdem bin ich noch einmal mit der Kamera hinausgegangen. Polarlichter zeigten sich keine, dafür lag eine fast gewitterartige Stimmung in der Luft. Dunkel, rau und intensiv – sie passte auf seltsame Weise zu diesem Jahresbeginn.

Gewitterstimmung bei Lökken
Gewitterstimmung

Am 2. Januar drängte mein Mann mich schließlich, wenigstens allein etwas zu unternehmen. Den geplanten Ausflug zum Leuchtturm Hirtshals verschob ich in der Hoffnung, ihn vielleicht doch noch gemeinsam machen zu können. Stattdessen fuhr ich von Løkken nach Grenen. Dieser Ort fasziniert mich jedes Mal aufs Neue: der nördlichste Punkt Dänemarks, an dem Skagerrak und Kattegat aufeinandertreffen.

Sonja auf Grenen
Ich auf Grenen

Als ich die Seehunde auf dem alten Bunker entdeckte, ärgerte ich mich kurz, mein großes Objektiv zu Hause gelassen zu haben. Doch das Gefühl verflog schnell. Es war ein Tag zum Durchatmen, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und die Weite tat gut.

Seehunde auf altem Bunker
Alter Bunker mit einer Gruppe Seehunde

Leider besserte sich der Zustand meines Mannes nicht. Am Freitagmorgen entschieden wir uns deshalb, den Urlaub vorzeitig zu beenden und nach Hause zu fahren.

Rückblickend hat Dänemark im Winter durchaus seinen Reiz – besonders, wenn das Wetter mitspielt. Man kann viel erleben, auch in der Stille. Doch das Schmuddelwetter, das uns die meiste Zeit begleitete, und die lange Dunkelheit sind nicht meins. Vielleicht war dieser Jahresanfang nicht leicht, aber er war ehrlich. Und manchmal ist genau das der richtige Beginn.

Zwischen Meer und alten Steinen

Ende Mai war es dann endlich so weit: Der lang ersehnte Urlaub stand an. An Himmelfahrt ging es für uns nach Kroatien – dorthin, wo das Meer auf alte Steine trifft und Geschichte spürbar wird.

Die Anfahrt allerdings hatte es in sich. Schon früh am Morgen, kurz vor den ersten Tunneln in Österreich, steckten wir im zweiten größeren Stau fest – der erste lag da bereits hinter uns, noch in Bayern. Bis Ljubljana ging es danach zwar einigermaßen zügig voran, doch dort erwartete uns der nächste Stillstand.

Mitten im Stau meldete sich dann auch noch die Temperaturanzeige. Also runter von der Autobahn und nachgesehen: Der Kühlerschlauch hatte ein Loch. Wir standen zwar direkt neben einem Autohaus – allerdings der falschen Marke. Immerhin bekamen wir dort etwas Wasser, denn der Kühlflüssigkeitsbehälter war komplett leer. Man schickte uns an eine passende Werkstatt drei Kilometer weiter. Mit Ach und Krach haben wir es dorthin geschafft, der Behälter war erneut leer. Die Mechaniker waren großartig, einer sprach sogar Deutsch. Sie halfen uns schnell und unkompliziert – und wollten nicht einmal Geld dafür. Ein ordentliches Trinkgeld war da selbstverständlich.

Der Rest der Fahrt verlief dann endlich entspannter. Nach insgesamt fünfzehn Stunden kamen wir kurz nach 17 Uhr in Rabac an – müde, aber erleichtert.

Die ersten Tage verbrachten wir damit, Rabac, Labin und die nähere Umgebung zu erkunden. Es entstanden viele Fotos und auch der ein oder andere Sketch. Unser zehntägiger Aufenthalt war geprägt von Sonne, sommerlichen Temperaturen und einer Fülle an Eindrücken. Manchmal war die Hitze anstrengend, aber sie konnte uns nicht bremsen.

Wir streiften durch alte Gemäuer wie die Ruinenstadt Dvigrad, verloren uns in den engen, verwinkelten Gassen von Rovinj und tauchten ein in Geschichte – etwa in der Arena von Pula. Dazu kamen die wilde Natur am Kap Kamenjak (inklusive Sonnenbrand), ein Ausflug zur Insel Cres und natürlich immer wieder das Meer.

So schön dieser Urlaub auch war: Mein Lieblingsland wird Kroatien nicht werden. Ich merke immer wieder, wie sehr ich die langen Sandstrände der dänischen Küste liebe, die Weite, dieses besondere Gefühl von Freiheit und Hygge zugleich. Kroatien war warm, farbig und beeindruckend – aber mein Herz zieht es dennoch in den Norden. Und so war auch schnell klar: Der nächste Urlaub führt uns wieder dorthin.

Weite, Wind und dieses Gefühl von Zuhause

Der Tag begann früh – sehr früh. Um zwei Uhr klingelte der Wecker. Nach einem kleinen Frühstück wurden die letzten Sachen ins Auto gepackt, dann ging es los: Dänemark, wir kommen. Die Fahrt verlief überraschend entspannt, ohne einen einzigen Stau. Kurz nach halb zehn überquerten wir die Grenze und waren endlich wieder im Norden.

Da wir gut durchgekommen waren, legten wir einen spontanen Zwischenstopp bei den Mønsted-Kalkgruben ein. Eine gute Entscheidung. Die Stollen kann man selbst erkunden, erfährt viel über Fledermäuse, die im Winter die Stollen bewohnen, und das Museum ist echt sehenswert.

Am späten Nachmittag erreichten wir Skagen. Zunächst empfing uns Regen, doch am Abend klarte es auf und wir gingen noch an den Strand. Das Meer, die Luft, das Licht – sofort war dieses vertraute Gefühl wieder da.

Die folgenden Tage waren geprägt vom Unterwegssein zu Fuß. Grenen, die Dünen, die versandete Kirche, lange Strandspaziergänge, Wind im Gesicht. Ich fotografierte, sketchete, sammelte Eindrücke – und Thomas sammelte, wie immer 😉. Je weiter wir uns von den bekannten Wegen entfernten, desto ruhiger wurde es. Genau das lieben wir.

Ein besonderer Tag führte uns nach Hirtshals. Zuvor machten wir Halt an der Rabjerg Mile, der größten Wanderdüne Dänemarks. Diese Weite aus Sand ist beeindruckend und lässt einen kurz vergessen, wo man eigentlich ist. In Hirtshals erklommen wir endlich auch den Leuchtturm – und trafen dort auf eine Gruppe Gleichgesinnter: ein Treffen der Hej Dänemark-Facebookgruppe. Es war schön, Gesichter zu sehen, die man sonst nur aus dem digitalen Raum kennt, sich auszutauschen, zu lachen und diese gemeinsame Begeisterung für Dänemark zu teilen. Ein unerwartet herzlicher Moment.

Später zog ein Unwetter von Süden heran. Das Licht war perfekt für Schwarzweißaufnahmen, dramatisch und kraftvoll. Am Abend folgte dann ein echtes Highlight: Nordlichter über Skagen – ein stiller, fast unwirklicher Abschluss dieses Tages.

Ein weiterer Tag führte uns nach Tversted. Wir wanderten am Strand entlang, während sich hinter uns der Himmel langsam zuzog. Ein kurzer Schauer streifte uns nur am Rand, dafür wurden wir mit einem wunderschönen Regenbogen über dem Meer belohnt. Nach einigen Kilometern bogen wir zur Stockmühle von Tversted ab – der letzten noch funktionstüchtigen Windmühle dieser Art in Dänemark. Dass man sie einfach betreten, alles anschauen und in Ruhe erkunden kann, ganz ohne Eintritt oder Aufsicht, ist für mich typisch Dänemark. Vertrauen, Gelassenheit und ein selbstverständlicher Umgang mit Geschichte. Auf dem Rückweg blieb es trocken, das Meer hatte seinen höchsten Stand erreicht, und ein Eis am Det blå Ishus durfte natürlich auch nicht fehlen.

Die Woche war reich an besonderen Momenten: aufgewühltes Meer am Kattegat, Möwen im Sturm, Robben am Strand und immer wieder dieses Licht, das sich ständig verändert.

Ein Höhepunkt war die Spätsommermagie am Rubjerg Knude Fyr. Am Nachmittag fuhren wir nach Lønstrup, gingen zunächst am Strand entlang und stiegen später hinauf auf die Steilküste. Der Weg führte uns vorbei am alten Friedhof der Mårup Kirke, dann weiter Richtung Leuchtturm. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung war spürbar, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde. Der Sonnenuntergang hielt uns eine ganze Weile in seinem Bann, bevor das eigentliche Programm begann. Auch wenn das Sitzen mit der Zeit unbequem wurde – dieser Ort, das Licht, die Atmosphäre machten alles wett.
Der Rückweg im Dunkeln, ein langer, leuchtender Zug aus Menschen entlang der Küste, hatte fast etwas Magisches. Je näher wir Lønstrup kamen, desto stiller wurde es. Dass wir schließlich noch den Weg über den Strand wählten, machte den Abend perfekt.

Am letzten Tag kehrten wir noch einmal nach Grenen zurück. Wo sich im Januar eine ganze Gruppe Seehunde auf dem Bunker sonnte, lag diesmal nur ein einziger. Aber dafür hatte ich dieses Mal das große Objektiv dabei😉. Am Nachmittag besuchten wir noch das Skagen Museum und tauchten in die Geschichte der Künstlerkolonie ein.

Auf der Heimfahrt folgten noch ein paar kleine Stopps. Zuerst ging es an den Palmenstrand von Frederikshavn, wir besuchten zwei Dambo-Trolle, Ebbe Skytte und Jeppe Væktæppe und als Abschluß des Urlaubs gab es noch ein Abendessen im Steakhouse am Scandinavian Park, das ist ja schon fast ein Ritual.

Dieser Urlaub war kein großes Abenteuer – und genau das war sein Zauber. Weite, Wind, Licht und Meer. Dafür fahren wir hier her – Seele baumeln lassen, den Alltag vergessen und einfach sein.

Blog, Business und Sichtbarkeit

Mein Jahresmotto lautete in diesem Jahr: Content-Ängst ade – Endlich sichtbar werden!
Ich habe daran gearbeitet – und gleichzeitig gemerkt, wie oft ich mir dabei selbst im Weg stehe.

Seit Mitte des Jahres bin ich auf Instagram und Facebook aktiver geworden und teile dort meine Bilder. Das war ein großer Schritt für mich und hat mir auch neue Follower auf Instagram gebracht. Sichtbarer zu werden fühlt sich gut an – und gleichzeitig ungewohnt. Besonders schwer fällt es mir nach wie vor, meine Blogbeiträge aktiv zu teilen. Sie öffentlich zu machen bedeutet, mich zu zeigen, und das braucht noch immer Überwindung.

Auch mein Newsletter ist ein gutes Beispiel dafür. Technisch ist alles vorbereitet, aber über diesen Punkt bin ich nicht hinausgekommen. Ähnlich verhält es sich mit Pinterest: Den Kurs habe ich abgeschlossen, doch Pins erstellt habe ich bisher keine. All das gehört zur Sichtbarkeit – und genau deshalb bin ich mit dem Ergebnis dieses Jahres in diesem Bereich nicht wirklich zufrieden.

Anfang des Jahres habe ich außerdem mein Gewerbe angemeldet, um meine Häkelanleitungen über Crazypatterns anbieten zu können. Zwei Anleitungen sind dort online, weitere sind in meinem Kopf vorhanden – aber bisher nicht umgesetzt. Auch die dazugehörigen Blogbeiträge warten noch darauf, geschrieben zu werden.

Rückblickend glaube ich, dass ich mir zu viel auf einmal vorgenommen habe. Statt Schritt für Schritt vorzugehen, habe ich versucht, alles gleichzeitig anzuschieben. Das führte nicht zu mehr Produktivität, sondern eher zu Prokrastination – weil ich oft nicht wusste, womit ich anfangen soll.

Dazu kommt, dass Zeit ein begrenztes Gut ist. Drei-Schicht-Arbeit, ehrenamtliche Verpflichtungen und der ganz normale Alltag lassen wenig Spielraum. Und in diesem Jahr war mir eines besonders wichtig: Kreativität als Ausgleich. Malen, Zeichnen, Fotografieren – das hat mir mehr gegeben als jeder perfekt geplante Contentplan.

Vielleicht bedeutet sichtbar werden nicht, alles auf einmal zu machen. Vielleicht bedeutet es auch, den eigenen Rhythmus zu akzeptieren, einen Gang herunterzuschalten und anzuerkennen, dass nicht jede Idee sofort umgesetzt werden muss. Dieses Jahr war kein Jahr der großen Durchbrüche im Business, aber eines der Klarheit darüber, was mir wirklich wichtig ist.

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Neben den großen Themen gab es in diesem Jahr viele kleinere und größere Augenblicke, die besonders waren – gerade weil sie nicht geplant oder Teil eines großen Projekts waren.

Staunen, Entdecken und Kultur
Der Besuch der Game of Dragons auf der ega in Erfurt war eine wunderbare Reise in die fabelhafte Welt der Drachen. Über zwanzig animatronische, rauchspeiende Drachen entführten in eine geheimnisvolle, fast magische Atmosphäre. Jede Figur erzählte ihre eigene Geschichte und ließ längst vergangene Zeiten lebendig werden.

Auch die Thüringen-Ausstellung in Erfurt stand wieder auf dem Programm – zum ersten Mal seit Jahren. Besonders schön: der Besuch an einem Freitag mit überraschend wenig Gedränge.

Deutlich voller war es auf der Leipziger Buchmesse. Dafür gab es dort eine tolle Lesung mit mehreren unserer Lieblingsautor:innen. Trotz der Menschenmassen war es ein sehr schöner Tag.

Einen weiteren Ausflug machten wir in den Leipziger Zoo, den wir nach längerer Zeit endlich wieder besucht haben.

Begegnungen und gemeinsame Zeit
Auf der Rückreise aus Kroatien legten wir einen Zwischenstopp in Kärnten ein. Das Wiedersehen mit meiner kleinen Schwester und die gemeinsame Wanderung waren etwas ganz Besonderes und bleiben mir sehr in Erinnerung.

Auch zu einer Hochzeit waren wir eingeladen – eine schöne, gemütliche Feier im kleinen Kreis, genau nach meinem Geschmack.

Mit dem Heimat- und Freizeitverein Olbersleben unternahmen wir eine Busfahrt nach Meiningen, inklusive Führungen durch Schloss und Theater. Ein rundum gelungener Tag mit vielen neuen Eindrücken.

Bewegung und draußen sein
In diesem Jahr haben wir drei schöne Radtouren gemacht – mehr ließ sich leider nicht unterbringen, aber diese drei waren umso wertvoller. Ergänzt wurden sie durch einige kleinere und größere Wanderungen, bei denen es weniger um Kilometer und mehr um das Draußensein ging.

Ein echtes Highlight war auch das Wanderwochenende im Harz mit meinen Wandermädels. Gute Gespräche, Bewegung und gemeinsame Zeit – genau die richtige Mischung.

Zuhause, Familie und Feiern
Bereits im März haben wir das Ferienhaus für den nächsten Sommerurlaub in Dänemark gebucht. Ein großes Haus für zwölf Personen zu finden, in dem Kinder und Enkel gemeinsam mit uns Urlaub machen können und das trotzdem bezahlbar ist, war eine kleine Herausforderung – umso schöner, dass es geklappt hat.

Bei uns gab es außerdem einen doppelten Schulanfang, der natürlich groß gefeiert wurde. Das besondere Highlight für die Kinder – und auch für die Erwachsenen – war eine Kremserfahrt mit dem Traktor.

Auch eine Halloweenparty durfte nicht fehlen: mit Kinderschminken und einer Klingeltour nach dem Motto „Süßes, sonst gibt’s Saures“.

Und fast schon eine kleine Tradition: Acht Rommé-Abende haben wir in diesem Jahr veranstaltet – sogar mehr, als ursprünglich geplant.

Ein letzter besonderer Moment
Ein ganz besonderer Moment dieses Jahres war für mich das Tanzen. Eigentlich hatte ich dieses Kapitel längst für mich abgeschlossen – und doch stand ich im November noch einmal auf der Bühne. Ein letzter Bollywoodtanz, voller Farbe, Musik und Emotion.
Dieser Auftritt war mehr als ein Wiedersehen mit etwas Vertrautem. Er war ein Abschied. Einer, der sich richtig angefühlt hat. Und genau deshalb hat er einen festen Platz in meinem Jahr – auch wenn er kein neues Kapitel mehr eröffnet hat.

Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

2025 war kein Jahr der lauten Erfolge, sondern eines der leisen Entwicklungen. Und genau darauf bin ich stolz.

Ich habe mir erlaubt, wieder kreativ zu sein – ohne Ziel, ohne Leistungsdruck. Malen, Zeichnen und Fotografie haben wieder einen festen Platz in meinem Leben gefunden. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich den Mut hatte, meine Arbeiten zu zeigen: in einer Ausstellung, in einer Fotoserie und in kleinen Schritten auch in den sozialen Medien.

Stolz bin ich auch auf unsere Kinder, die sich nicht unterkriegen lassen und selbst aus Rückschlägen versuchen, das Beste zu machen – und auf unsere Enkel, die jeden Tag zeigen, wie viel Kraft und Freude im Kleinen steckt.

Seit Oktober 2024 schreibe ich täglich Tagebuch. Jeder Tag bekommt seinen Platz, wenigstens ein paar Zeilen – oft mehr. Dieses Dranbleiben, dieses bewusste Festhalten, ist für mich ein leiser, aber wichtiger Erfolg.

Was war die beste Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe?

Die beste Entscheidung dieses Jahres war, mir selbst wieder mehr Raum zu geben – und meiner Kreativität Priorität einzuräumen.

Statt ständig an To-do-Listen, Sichtbarkeit und unerledigten Projekten zu messen, habe ich mir erlaubt, das zu tun, was mir wirklich guttut. Malen, Zeichnen, Fotografieren und auch das Schreiben im Tagebuch waren kein Mittel zum Zweck, sondern ein Ausgleich.

Diese Entscheidung hat nicht alles leichter gemacht, aber sie hat vieles klarer werden lassen. Sie hat mir gezeigt, dass Kreativität kein Luxus ist, den man sich „irgendwann“ gönnt, sondern etwas, das trägt, gerade dann, wenn Energie und Zeit begrenzt sind.

Rückblickend war es genau richtig, nicht noch mehr zu wollen, sondern bewusster zu wählen.

Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?

Ich habe 2025 gelernt, dass ich gut darin bin, viel zu wollen und dass ich mir dabei manchmal selbst im Weg stehe. Nicht aus Unwillen, sondern weil meine Energie begrenzt ist.

Ich habe gelernt, dass ich Zeit brauche, um Dinge wachsen zu lassen. Dass nicht alles gleichzeitig gehen muss – und auch nicht alles sofort sichtbar sein muss. Kreativität, Veränderung und neue Wege entstehen bei mir leise und Schritt für Schritt.

Ich habe außerdem gelernt, meine Grenzen ernster zu nehmen. Gesundheit, Erschöpfung und Schlaf lassen sich nicht wegorganisieren. Sie bestimmen den Rahmen, in dem mein Alltag stattfindet – und verdienen genauso viel Aufmerksamkeit wie meine Pläne.

Und ich habe gelernt, dass ich mich dann am wohlsten fühle, wenn ich mir erlaube, Dinge einfach zu tun, ohne sie sofort einordnen, teilen oder verwerten zu müssen. Genau dort entsteht für mich echte Zufriedenheit.

Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.

In diesem Jahr gab es einige „erste Male“, die mich begleitet haben – leise, kreativ und sehr persönlich.

Ich war zum ersten Mal in Kroatien. Ein neues Land, andere Farben, andere Stimmungen – schön zu erleben, auch wenn mein Herz weiterhin dem Norden gehört.

Zum ersten Mal habe ich mit einer eigenen Bilderserie an einer Fotoausstellung mitgewirkt. Meine Arbeiten öffentlich zu zeigen, war aufregend und hat sich gleichzeitig richtig angefühlt.

Ebenfalls zum ersten Mal habe ich meine selbst entworfenen Häkelanleitungen verkauft. Ein kleiner, aber bedeutender Schritt vom Hobby hin zu etwas Eigenem.

Ein ganz besonderes erstes Mal waren meine selbstgemalten Weihnachtskarten: Neunzehn davon habe ich verschickt, weitere elf persönlich übergeben. So viel Farbe, Zeit und Herzblut – und unglaublich viel Freude dabei.

Und zum ersten Mal habe ich einen Urlaub in einem Skizzen-Tagebuch festgehalten. Zeichnend und malend zu reisen hat meinen Blick noch einmal verändert und Erinnerungen auf eine ganz neue Weise festgehalten.

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

In diesem Jahr gab es vieles, wofür ich dankbar bin – manches davon ganz alltäglich, anderes von tiefgreifender Bedeutung.

Besonders dankbar bin ich meinem Mann. Dafür, dass er mich bei meinen begonnenen Projekten unterstützt, mir den Rücken freihält und mir den Freiraum lässt, den ich brauche, um kreativ zu sein und Dinge auszuprobieren. Diese Selbstverständlichkeit ist alles andere als selbstverständlich.

Ich bin dankbar für meine Familie, die mir so viel Freude schenkt und mich immer wieder erdet. Für Nähe, für gemeinsames Lachen, für das Gefühl von Zusammenhalt und natürlich für unsere Enkel, die das Leben noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zeigen.

Dankbar bin ich auch dafür, dass es uns gut geht. Dass wir uns alles leisten können, was wir brauchen – und sogar mehrmals im Jahr Urlaub machen dürfen. Das ist ein großes Geschenk, das ich nicht als selbstverständlich ansehe.

Besonders tief empfinde ich Dankbarkeit im Rückblick auf den schweren Unfall meines Sohnes. Dass er so glimpflich davongekommen ist, ist alles andere als selbstverständlich. Autos kann man ersetzen – Menschen nicht.

Und ich bin dankbar für all die Zeit, die mir geschenkt wurde: Zeit für Kreativität, für Begegnungen, für leise Momente. Zeit, die nicht immer leicht war – aber wertvoll.

Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?

Eine der größten Herausforderungen dieses Jahres war meine Gesundheit. Besonders das Asthma hat mir vor allem in den Wintermonaten sehr zu schaffen gemacht und immer wieder für krankheitsbedingte Ausfälle gesorgt. Dinge, die früher selbstverständlich waren, erforderten plötzlich mehr Kraft – oder waren zeitweise gar nicht möglich.

Damit einher ging auch ein anhaltender Schlafmangel. Über Monate hinweg lag meine durchschnittliche Schlafdauer deutlich unter sechs Stunden. Das wirkte sich auf meine Energie, meine Konzentration und auch auf meine Motivation aus.

Eine weitere Herausforderung war der Spagat zwischen all den Rollen und Verpflichtungen: Schichtarbeit, ehrenamtliches Engagement, Familie und der Wunsch, eigene Projekte voranzubringen. Ich wollte vieles – und musste lernen, dass nicht alles gleichzeitig geht.

Schwer auszuhalten war auch die innere Spannung zwischen dem Wunsch, sichtbarer zu werden, und der Realität begrenzter Zeit und Kraft. Nicht umgesetzte Ideen und liegengebliebene Projekte fühlten sich manchmal wie persönliches Scheitern an, obwohl sie oft schlicht ein Zeichen von Überforderung waren.

Und schließlich war da die Sorge um meinen Sohn nach seinem schweren Unfall. Auch wenn er glimpflich davongekommen ist, hat dieses Ereignis mir deutlich vor Augen geführt, wie fragil vieles ist – und wie schnell sich Prioritäten verschieben.

Mein 2025 in Zahlen

Website-Besucher 2025: 15422

Veröffentlichte Blogartikel: 40👍ich hatte mir mindestens 30 vorgenommen.

Schritte im Jahr 2025: 4.191.871
Das entspricht durchschnittlich rund 11.485 Schritten pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr sind das über 200.000 Schritte weniger – was sich gut mit den krankheitsbedingten Ausfällen und ruhigeren Phasen erklären lässt.

Durchschnittliche Schlafdauer: 6:03 Stunden pro Nacht
Das sind etwa 18,5 Minuten weniger pro Tag als 2024. In mehreren Monaten lag meine Schlafdauer sogar unter sechs Stunden. Rückblickend hat sich das spürbar auf Energie und Produktivität ausgewirkt. Schlaf ist und bleibt ein Thema – gerade für eine Nachteule wie mich.

Follower auf Instagram: 148, das sind immerhin 59 mehr, als im Mai. Ältere Statistiken habe ich leider nicht. Die Steigerung bei den Aufrufen ist auch nicht zu verachten.😉

Mein Ausblick auf 2026

Was ich 2026 anders (bewusster) mache

2026 möchte ich bewusster mit meiner Energie umgehen. Nicht mehr alles gleichzeitig wollen, sondern klarer auswählen, was wirklich wichtig ist – und was warten darf.

Ich möchte mir erlauben, Dinge langsamer anzugehen, ohne sie gleich als Stillstand zu bewerten. Weniger Druck, mehr Vertrauen darauf, dass sich manches entwickelt, wenn man ihm Raum gibt.

Auch meine Gesundheit möchte ich ernster nehmen. Schlaf, Pausen und Erholung sollen nicht länger das sein, was übrig bleibt, sondern ein fester Bestandteil meines Alltags werden.

Diese Abenteuer erlebe ich 2026

Auch im kommenden Jahr wird das Meer wieder eine Rolle spielen. Ein Sommerurlaub in Dänemark mit Kindern und Enkeln ist bereits gebucht. ich freue mich sehr auf gemeinsame Zeit, Weite, Wind und dieses besondere Gefühl von Hygge.

Im Frühjahr wartet ein ganz anderes Highlight auf mich, ein Sketching-Familientreffen in Dresden im März. Darauf freue ich mich besonders, auf Begegnungen, gemeinsames Zeichnen und kreativen Austausch.

Auch das Wanderwochenende mit meinen Wandermädels ist bereits gebucht. Beginnend zur Walpurgisnacht geht es in den Harz. Und dieses Mal darf mein Mann mitkommen und wir hängen gemeinsam eine kleine Auszeit zu zweit dran.

Neben diesen Reisen gibt es auch besondere familiäre Momente, auf die ich mich freue: Unsere großen Enkel – die Zwillinge – feiern in diesem Jahr ihre Jugendweihe. Ein weiterer Meilenstein, den wir gemeinsam erleben dürfen.

Diese Projekte gehe ich 2026 an

Kreativität soll auch 2026 einen festen Platz in meinem Leben haben. Malen, Zeichnen und Fotografieren begleiten mich weiter, ohne Zielvorgaben und ohne den Anspruch, alles sichtbar oder verwertbar machen zu müssen. Es soll einfach Spaß machen.

Mein Blog darf auch 2026 weiter wachsen. Er ist mein Ort für Gedanken, Rückblicke, Kreativität und Persönliches. Dass ich 2025 vierzig Blogartikel geschrieben habe, zeigt mir, dass dieser Raum lebt. Und dass er nicht mehr sein muss, aber mehr werden kann.

Während der Blog sich in jede Richtung entwickeln darf, möchte ich beim kreativen Business bewusster und langsamer vorgehen: weniger anfangen, mehr zu Ende bringen. Nicht alles gleichzeitig, sondern Schritt für Schritt, in einem Tempo, das zu meinem Alltag und meiner Energie passt.

Wichtig ist mir dabei vor allem eines: dass die Freude bleibt. Projekte dürfen sich leicht anfühlen und müssen nicht sofort sichtbar, messbar oder erfolgreich sein. Wenn etwas wachsen will, dann darf es das – und wenn nicht, ist auch das in Ordnung.

Mein Motto für 2026: Einfach machen – EINFACH machen

2 Gedanken zu „Mein Jahresrückblick 2025 – Kreativität bricht sich Bahn“

  1. Liebe Sonja, so ein toller Rückblick! Mir gefällt wie du alte Fähigkeiten sozusagen abgestaubt und wieder aktiviert hast! … und das sind ja mehr als tolle Fähigkeiten, du bist echt eine wahre Künstlerin… und die Farben gefallen mir besonders, auch deine Wand!! mega… ja, da musst du unbedingt dran bleiben, aber ich glaube das tust du eh.
    Im letzten Jahr hast du wirklich viel an dir wiederbelebt, wie auch das Tanzen… das finde ich super. Da bin ich schon gespannt, was dieses Jahr noch alles entstehen darf.
    Dein Motto einfach machen gefällt mir auch – passt zu meinem mit wie darf es einfach leicht gehen?
    Ich wünsche dir ein magisches neues Jahr, leibe Grüße Manuela

  2. Liebe Sonja,

    wow, das sind alles wunderschöne Bilder!
    Mich zieht es auch immer eher in den Norden als in den Süden, vor allem in meine Lieblingsstadt Stockholm, aber in Dänemark war ich auch schon. Auf Reisen mache ich auch gerne Fotos, allerdings nur mit dem Handy.

    Das mit der Sichtbarkeit und alles-auf-einmal-wollen kenne ich irgendwoher. Ich habe auch gerade viele Ideen und würde gerne so vieles machen – aber es braucht halt doch alles seine Zeit. Mal sehen, was ich 2026 schaffe.

    Liebe Grüße!

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