
To-Want-Listen begleiten mich seit Oktober 24. Sie sollten leicht sein, offen, ohne Druck – alles kann, nichts muss. Und doch habe ich gemerkt, dass ich mir mit immer längeren Listen am Ende genau den Druck gemacht habe, den ich eigentlich vermeiden wollte.
Meine letzte To-Want-Liste umfasste 38 Punkte. Vieles davon habe ich erledigt oder zumindest angestoßen – und trotzdem blieb das Gefühl, nie ganz „fertig“ zu sein. Je mehr Punkte auf der Liste standen, desto größer wurde der innere Anspruch, möglichst viele davon abhaken zu müssen.
Nach einem Jahr voller Ideen, Pläne und innerer Bewegung starte ich bewusst anders ins neue Quartal. Weniger Punkte, mehr Raum. Nicht möglichst viel wollen, sondern bewusster auswählen, was mir wirklich guttut. Diese Liste ist kein Maßstab für Leistung, sondern ein sanfter Rahmen für mein erstes Quartal, getragen von meinem Motto Einfach machen – EINFACH machen.
- MiniArt365 – jeden Tag ein kleines Bild
Meine selbst initiierte MiniArt365-Challenge begleitet mich durch das Jahr und somit natürlich auch durchs Quartal. Jeden Tag ein kleines Bild – gemalt oder gezeichnet. Ohne Anspruch, ohne Bewertung. Einfach jeden Tag kreativ sein. - Kreativ sein, ohne großes Ziel
Neben der #MiniArt365 darf alles Platz haben, was gerade dran ist: Skizzen, Farben, Experimente. Besonders freue ich mich auf die regelmäßigen Sketchings mit Silke in der Sketching-Familie. Auch wenn wir „nur“ über Zoom gemeinsam zeichnen, entsteht dabei jedes Mal ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl. Dieses gemeinsame Sketchen macht einfach Spaß, inspiriert und zeigt mir immer wieder: Kreativität lebt vom Miteinander. - Unterwegs sein und inspiriert werden
Im März freue ich mich besonders auf das Sketching-Familientreffen in Dresden. Begegnungen, gemeinsames Zeichnen und kreativer Austausch gehören für mich ganz selbstverständlich zu diesem Quartal dazu. - Fotografie als Experimentier- und Inspirationsraum
Die monatlichen Zoom-Treffen der Masters of Lights sind fester Bestandteil meines Quartals – Austausch, neue Themen und Inspiration.
Zusätzlich bieten mir die Monats-Challenges der Gruppe Raus aus der Automatik einen Raum, um zu experimentieren, bewusster zu sehen und meinen fotografischen Blick weiter zu schärfen – ohne Leistungsdruck, dafür mit Neugier. - Angefangenes beim Häkeln und Stricken beenden
Ich möchte mindestens ein begonnenes Häkel- oder Strickprojekt fertig machen. Nicht neu anhäufen, sondern dem, was schon da ist, Aufmerksamkeit schenken. - Schreiben, wenn mir danach ist
Mein Blog darf Raum bekommen. Ich schreibe, wenn etwas gesagt werden will – nicht, weil ein Plan oder eine Frequenz es verlangt. - Bewegung im Alltag – vielseitig und ohne Druck
Dienstags ist mein Sporttag – soweit mein Alltag es zulässt. Darüber hinaus dürfen Spaziergänge, kleine Walkingrunden und meine täglichen Kniebeugen weiterhin ihren festen Platz haben. Bewegung soll mir guttun, meine Gelenke unterstützen und Teil meines Alltags sein – ohne feste Vorgaben, ohne schlechtes Gewissen. - Begegnungen und gemeinsame Zeit pflegen
Geburtstage feiern, Rommé spielen, Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Nicht viel planen – aber bewusst Raum dafür lassen. - Pausen ernst nehmen und freundlich mit mir bleiben
Schlaf, Ruhe und Erholung bekommen ihren Platz. Und wenn etwas liegen bleibt, ist das kein Scheitern, sondern Teil meines Rhythmus.
Diese Liste ist kein Versprechen an andere, sondern eine Erinnerung an mich selbst. Ich muss nichts beweisen und nichts abhaken. Ich darf kreativ sein, ausprobieren, weitermachen, pausieren und Dinge auch liegen lassen.
Wenn ich am Ende des Quartals sagen kann, dass ich bei mir geblieben bin, meinem Rhythmus gefolgt bin und mir selbst freundlich begegnet bin, dann war es genau richtig. Einfach machen – EINFACH machen.
